Sales und Business Coach Alex Hackenberger

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Hundezüchter werden

Hundewelpen für den Beitrag Hundezüchter werden

Wie kann ich Hundezüchter werden?

Jeder der sich mit diesem Thema auseinandersetzt, wird sich früher oder später die folgenden Fragen stellen:

  • Wer darf Hunde züchten?
  • Welche Arten von Hundezüchtern gibt es?
  • Was muss ich als Hundezüchter wissen?
  • Was kostet es ein Hundezüchter zu werden?
  • Wie wird man ein „guter“ Hundezüchter?
  • Was muss ich bei der Hundeaufzucht beachten?
  • Welche gesetzlichen Anforderungen für die Hundezucht gibt?
  • Muss ich meine Hundezucht beim Finanzamt anmelden?
  • Was ist der Unterschied zwischen einem Hobbyzüchter und einen gewerblichen Züchter?
  • Was hat Hundezucht mit dem Tierschutzgesetz zu tun? Was ist § 11?
  • Kann mir das Bauamt Hundezucht verbieten?

In diesem Artikel gehe ich genau auf diese Fragen ein – nach dem Lesen fällt es Dir vielleicht etwas leichter, diese Entscheidung zu treffen.

Was ist das Ziel einer Hundezucht?

Mit der Hundezucht wird die gezielte Fortpflanzung der Hunde verstanden. Dabei besteht als Ziel, die spezifischen Eigenschaften der Elterntiere zu erhalten oder zu verstärken. Eigenschaften sind in diesem Sinne genetisch bedingt wie, Körperbau, Auftreten und Farben.

Hundezüchter werden für eine seriöse Hundezucht keine Hunde mit Gendefekten, Krankheiten oder sozial auffällige Hunde einsetzen. Die Gesundheit der Tiere muss an erster Stelle stehen, damit sind Qualzuchten unbedingt abzulehnen.

Welche Arten von Züchtern gibt es?

Gelegenheitszüchter

Der Gelegenheitszüchter ist aus meiner Sicht kein „richtiger“ Züchter, denn es fehlt am notwendigen Wissen für eine „gute“ Hundezucht. Er hat seine Tiere sehr gerne und meist eine Hündin, die auf irgendeine Weise von einem Rüden gedeckt wird. Die kleinen Welpen werden im Haus mit nebenbei aufgezogen und dann billig verkauft.

Hobbyzüchter (meist im Nebenerwerb)

Der Hobbyzüchter ist die Vorstufe des professionellen Hundezüchters, der mit 2-3 Hündinnen einer Rasse und ca. 2 Würfen pro Jahr bereits sehr aufwändige Arbeit leistet. Durch diesen Aufwand ist es Ihm kaum möglich, eine Deckung der Kosten zu erreichen, aber das ist Ihm gleich – da Ihm das Wohlergehen der Hunde am Herzen liegt. Er ist bei Ausstellungen unterwegs und hat einen schönen Zwingernamen. Dem Welpenkäufer widmet er sehr viel Zeit bei der Auswahl des richtigen Welpen und überreicht voller Stolz die Ahnentafel.

Professioneller Hundezüchter (meist in Vollzeit)

Der professionelle Hundezüchter züchtet im Vollerwerb mit mehr als 3 Hündinnen mit einer oder auch mehreren Rassen. Weite Strecken und „teure“ Deckrüden werden in Kauf genommen, um für die Rasse typische Welpen zu erhalten. Die Ausstattung ist speziell auf die Hundezucht ausgelegt und beinhaltet mehrere Abschnitte. Der Hundezüchter widmet sich der Zucht in Vollzeit und versucht seine eigenen Zuchtlinien weiter zu entwickeln.

Welpenvermehrer

Der Welpenvermehrer wird meist das Ziel verfolgen, billigst Welpen zu produzieren. Da auf Rassehunde gesetzt wird und teilweise sogar Papiere angeboten werden, werden manchmal höhere Preise verlangt, die aber keinen passenden Gegenwert darstellen. Die Untersuchungen der Welpen werden aus Kostengründen nicht oder nur mangelhaft durchgeführt. Wer so einen Hund kauft, muss mit hohen Folgekosten rechnen. Ich gehe nicht davon aus, dass Sie sich so Ihre Zukunft als Züchter vorstellen.

Generell sollte jeder Hundeinteressent überlegen, ob ein von Unbekannten gekaufter Welpe (siehe link) die richtige Entscheidung ist – die Kosten werden im Nachgang durch Krankheiten und psychologische Schäden hoch sein.

Welpenhändler

Zum Thema Welpenhändler möchte ich das Lesen des Artikels http://www.wuehltischwelpen.de empfehlen. Die Herkunft der Tiere ist meist völlig unklar. Die Folgekosten und möglichen psychischen Schäden unkalkulierbar.

Was muss ein Hundezüchter wissen?

Angehende Hundezüchter werden sich ein umfangreiches Wissen aneignen müssen, vor allem wenn er langfristig eine erfolgreiche Zucht aufbauen möchte. Dies ist anfangs durch Lesen von Büchern und Webangeboten möglich, z.B.:

  • Informationen und Merkmale von Rassen,
  • Ernährung von Hunden speziell Hündinnen und Welpen,
  • Oft auftretenden Krankheiten

Später werden Seminare bei den Zuchtvereinen hinzukommen, bei denen die Vorschriften und gesetzlichen Anforderungen gelernt und nachgewiesen werden müssen, z.B. der Sachkundenachweis (SKN) für das Tierschutzgesetz.

  • Vererbungslehre,
  • Zuchtziele und Rassestandards,
  • Anatomie des Hundes
  • Zuchtregularien

Vorüberlegungen

Bevor Du startest, sollest Du in Ruhe und mit ausreichend Zeit die folgenden Fragen beantworten:

Wofür wird der von dir gezüchtete Hund genutzt?

Der Einsatzzweck für Hunde ist heute vielfältig. Garantiert wird er nicht nur als Begleiter genutzt, denn Hunde werden aktiv als

  • Blindenhunde,
  • Schutzhunde bei Polizei und Zoll,
  • Rettungshunde bei Katastrophen,
  • Begleithunde im Seniorenheim oder
  • einfach als Familienhund genutzt, weil Sie uns guttun

Alternative? Besser aus dem Tierheim?

Heute gibt es sehr viele Hunde in Tierheimen, die nur darauf warten wieder zu einem geliebten Menschen zu kommen - daher stelle Dir die Frage, ob Du wirklich züchten möchtest?

Habe ich genügend Geld, um die Hundezucht zu finanzieren?

Es ist eine falsche Annahme, dass mit einer Hundezucht viel und schnell Geld verdient werden kann – im Gegenteil die Kosten (siehe nächster Abschnitt) werden regelmäßig unterschätzt.

Deine Hunde haben es verdient, ein gutes Zuhause zu bekommen. Damit auch deine betriebswirtschaftlichen Erwartungen erfüllt werden ist eine klare Planung und Strategie notwendig - dabei kann Dir meine Checkliste helfen.

Was kostet eine Hundezucht?

Zu den Kosten für deine Hundezucht musst Du natürlich deinen Hund, dessen Ernährung, regelmäßig den Tierarzt und die komplette Ausstattung und den Aufwand für die Weiterbildung rechnen – da kommt einiges zusammen. Wenn die Welpen dann da sind, müssen diese durch den Tierarzt untersucht, geimpft und gechippt werden, Eintragung in Zuchtrolle und und und- von den Nächten, die Du dir um die Ohren schlägst, ganz zu schweigen.

Das eine Welpe damit nicht nur 300 € kosten kann, dürfte eigentlich einleuchten.

Hobby oder professionelle (Vollzeit) Hundezucht?

Die Hundezucht wird von Dir gerade in der Welpenzeit (8-10 Wochen) alles abverlangen. Neben den Hunden kommen die potentielle Welpenkäufer, die sich die Jungtiere anschauen wollen und mit Dir reden möchten.

Welche Hunderasse?

Welche Hunderasse willst Du züchten, hast Du bereits Erfahrungen mit dieser? Für was werden die Hunde eingesetzt? Werden diese für einen besonderen Zweck gezüchtet und verkauft,  besteht zum Teil das Recht auf Rücktritt vom Vertrag, weil der Hund versprochene Eigenschaften nicht aufweist.

Vorbereitung und gesetzliche Anforderungen / Vorschriften

Die folgenden Punkte werden im Rahmen deiner Hundezucht notwendig oder empfehlen sich:

  • Berücksichtigung der baulichen Voraussetzungen – Hundezucht ist in Wohngebieten eingeschränkt.
  • Gewerbeanmeldung und Finanzamt (Kleinunternehmerregelung?)
  • Mitglied im Hundezucht oder Rassehund Verein werden
  • Erlaubnispflicht für gewerbsmäßiges Züchten  berücksichtigen / Veterinäramt
  • Sachkundenachweis nach § 11 Tierschutzgesetz
  • Welchen Kaufvertrag nutzt Du – individual oder allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
  • Artgerechte Ernährung deiner Hunde
  • Zwingernamen finden und beantragen
  • Hundeausstellungen besuchen und Urkunden sammeln
  • Deckrüden auswählen
  • Netzwerken mit anderen Hundezüchtern
  • Hundehaftpflicht und ggfs. Rechtsschutzversicherung abschliessen
  • Verkauf der Welpen organisieren

Fazit

Welpe Golden Retriever für den Beitrag Hundezüchter werden

Süsse Golden Retriever Welpe

Hundezüchter zu sein ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die Du nicht nebenbei tun kannst.

Es sind vielen Investitionen in Geld und Zeit notwendig, um erfolgreich Hunde zu züchten.

Finde die richtigen Welpenkäufer, die sich den Hund nicht nur leisten können, sondern auch ein passendes Umfeld bieten können (Menschlich, Zeit, Beschäftigung)

Denke beim Verkauf deiner Welpen daran, dass in unser heutigen Gesellschaft viele Menschen Welpen nur über den Preis kaufen.

Dabei spielt die Qualität (in diesem Fall der Welpe, deiner Zucht und deine Bemühungen) meist nur eine untergeordnete Rolle.

Du solltest Interessenten auf jeden Fall aufklären und dafür sorgen, dass Welpen aus reiner „Vermehrerzucht“ und von „Wühltischen“ keine Käufer mehr finden.

Viel Erfolg wünscht Dir Alex Hackenberger

PS 1: Wenn Du Fragen zu diesem Beitrag hast oder selbst schon aktiver Hundezüchter bist, und vor einem Problem stehst, da Du alleine nicht lösen kann – dann melde Dich, gemeinsam finden wir eine Lösung.
PS 2: Einen sehr schönen Bericht hierzu hat ebenfalls Ursula Schaub geschrieben: 7 Voraussetzungen, um erfolreich Hunde zu züchten

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Updated: 6. September 2017 — 21:52
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